Fichte-Damen wollen Schwung mitnehmen
8. Februar 2021

Fichte-Damen wollen Schwung mitnehmen

Während zur Vorbereitung auf die neue Saison noch die Hoffnung bestand, von Abstiegssorgen weitestgehend verschont zu bleiben, rangieren die Fußball-Damen des TSV Fichte Hagen momentan auf dem zehnten Tabellenplatz der Bezirksliga 4 und liegen damit einen Rang vor den Abstiegsplätzen. In den Wochen vor dem Lockdown konnten sie jedoch einen positiven Trend verzeichnen, so gelang ihnen im letzten Saisonspiel mit dem 3:1 (1:1) beim Tabellenletzten Lütgendortmund ihr erster Sieg.

So ist die Lage

Nachdem die Eilperinnen im letzten Jahr noch souverän mit 12 Siegen und nur einer Niederlage aus der Kreisliga aufgestiegen waren, fiel ihnen der Umstieg in die durchaus ambitioniertere Bezirksliga laut Trainer Klaus Leyendecker schwerer als erhofft. „Wir sind relativ schleppend und auch ein wenig naiv in die Saison gestartet. Wir mussten uns erst einmal an das höhere Niveau in der Liga samt Zweikampfhärte und Spielgeschwindigkeit gewöhnen. Das Fatale ist, dass gerade, als wir uns gut zurecht gefunden hatten, der Lockdown und damit die vorübergehende Spielpause kam“, hofft Leyendecker, dass der positive Schwung jedoch mit in das neue Jahr transportiert werden kann.

Was lief gut?

Das Aushängeschild der Eilperinnen ist ihre Offensive, so zeigten sie sich mit zehn Toren aus fünf Spielen beispielsweise genauso treffsicher wie der Tabellendritte TV Brechten. Hauptverantwortlich hierfür ist mit sechs Toren Stürmerin Sabrina Maske, die in der Torjäger-Liste damit gemeinsam mit Sarah Hampel von Westfalia Hagen auf dem zweiten Rang liegt. Einzig bei der unglücklichen 0:1-Derby-Niederlage bei den zweitplatzierten Westfalia-Damen, welches erst durch ein Eigentor in der Schlussphase entschieden wurde, blieben die TSV-Frauen bislang torlos.

In Summe erzielten sie in ihren letzten drei Liga-Spielen neun Tore und zeigten auch bei der 3:5 (1:2)-Niederlage bei Tabellenführer TuS Harpen eine sehr ansprechende Leistung. Zudem zogen sie im Kreispokal dank eines klaren 4:0 (2:0)-Erfolgs beim Kreisligisten FC Wetter ins Viertelfinale gegen Westfalia Hagen ein, welches jedoch ebenfalls abgesetzt werden musste. „Grundsätzlich hat sich meine Mannschaft auch bei den Niederlagen nie aufgegeben. Insgesamt sind wir an der neuen Herausforderung definitiv gewachsen“, lobt Leyendecker vor allem die Geschlossenheit seiner Mannschaft und verweist auch auf die sehr hohe Trainingsbeteiligung mit durchschnittlich knapp 30 Spielerinnen.

Was muss besser werden?

Das erklärte Saisonziel von Leyendecker lautet, „den aktuellen Rang zu halten und bestenfalls noch ein wenig nach oben zu klettern, damit wir nicht bis zum Ende zittern müssen.“ Dafür müssen sich die Eilperinnen jedoch noch in gewissen Aspekten steigern, mit 21 Gegentoren aus fünf Spielen besitzen sie die zweitschwächste Defensive. Hier will Leyendecker jedoch nicht nur seiner Abwehr die Schuld geben und nimmt stattdessen alle Mannschaftsteile in die Verantwortung, mehr Kompaktheit und Entschlossenheit zu zeigen.

Was läuft im Lockdown?

Während der aktuellen Spielpause ist laut Leyendecker „viel Phantasie und Improvisationstalent“ gefragt. Zusätzlich zu eigenständigen Lauf-Einheiten stehen beim TSV daher regelmäßige Workouts an, bei denen die Spielerinnen in ihren eigenen Räumlichkeiten diverse Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeits-Übungen absolvieren. Die gesamten Einheiten werden über eine App festgehalten.

„All die Ergebnisse laufen dann bei mir zusammen, so dass wir sehen können, wie fleißig die Mädels sind. Das läuft bei uns sehr gut und alle ziehen hervorragend mit“, ist Leyendecker zufrieden mit der Disziplin seiner Mannschaft.

Zum weiteren Verlauf

Angesprochen auf den Umgang mit dem weiteren Saisonverlauf, hat Leyendecker eine klare Meinung: „Es wäre doch unfair, wenn die Meisterschaft fortgesetzt und auch gewertet werden würde. Denn letztlich hätten manche Mannschaften dann vorrangig gegen bessere und manche eher gegen schwächere Teams gespielt.“ Zudem sieht er für alle Trainer die große Schwierigkeit einer neuerlichen Saison-Vorbereitung. Daher ist es seiner Ansicht nach am besten, „wenn die „Meisterschaft abgesagt wird und stattdessen Pflicht-Freundschaftsspiele ausgetragen werden, sofern es wieder möglich ist. Dann können sich alle Mannschaften wieder sammeln und sich entsprechend auf die neue Saison vorbereiten und freuen.“

Autor: Lasse Jochheim
Quelle: https://www.wp.de/sport/lokalsport/hagen/fussball-damen-von-fichte-hagen-wollen-schwung-mitnehmen-id231466637.html

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