Derbysieg und verschmerzbare Niederlage
18. Januar 2023

Derbysieg und verschmerzbare Niederlage

Während das NBBL-Team der Basketball-Akademie Hagen auch das Rückspiel gegen Phoenix Hagen gewinnen konnte, mussten die Volmestädter in der JBBL mit einer Niederlage im Gepäck aus Hamburg zurückkehren. Zufrieden war der Coach dennoch.

JBBL: Hauptrunden-Gruppe 1, 6. Spieltag
Hamburg Towers – BBA Hagen 94:80 (25:20, 22:24, 27:16, 24:20)

Verloren und doch zufrieden: BBA-Coach Vid Zarkovic konnte und wollte mit seinem Team nach der Niederlage in Hamburg nicht hart ins Gericht gehen, zeigte es doch eine insgesamt starke Leistung gegen eine Mannschaft, die ihre ganze Physis ausspielte. Deutlich wird das beim Blick auf die Statistik: 67 Rebounds der Hansestädter stehen 42 der Hagener gegenüber, wobei die Gastgeber sich allein 29 Abpraller am offensiven Brett sicherten. Die zweiten Chancen fanden dann nicht selten ihr Ziel.
Mit dem Auftritt bei der deutlichen Heimpleite (63:109) hatte das Auftreten der BBA diesmal aber gar nichts mehr zu tun: Die Volmestädter waren von Beginn an hellwach und ließen sich auch von zwischenzeitlichen Läufen der Hamburger – zum Beispiel zum 38:25 (13.) nicht aus dem Konzept bringen. Ganz im Gegenteil: Vor allem Dusan Ilic drehte im zweiten Abschnitt auf, erzielte in diesem Viertel 15 seiner am Ende 41 Punkte und brachte sein Team per Dreier sogar zur Halbzeit auf drei Zähler heran (44:47), nachdem zuvor Luis Ohrmann aus der Distanz getroffen hatte.
Die tiefe Bank der körperlich überlegenen Hamburger ließ sich davon aber nicht beirren. In dem ausgeglichenen Team wechselten sich die Spieler mit wichtigen Punkten ab. Dass der reboundstarke Jamie Köster (bis dahin zehn Rebounds) in der 31. Minute mit dem fünften Foul das Feld verlassen musste, verstärkte nur noch das Übergewicht unter dem Brett, nachdem BBA-Center Cavit Gürbüzer verletzungsbedingt ohnehin fehlte.
„Aber mein Team hat weitergekämpft und gearbeitet. Ich bin zufrieden“, sagte Hagens Coach Vid Zarkovic nach der Partie.
BBA: Ilic (41/6 Dreier), Borck (2), Wilkes, Ohrmann (22/1), Schulze Wischeler, Kasupovic (9/1), Lotgerink, Ben Nasr (4), Köster (2)

NBBL B: Gruppe Nord, 10. Spieltag
BBA Hagen – Phoenix Hagen 72:68 (22:19, 9:15, 18:23, 23:11)

Es war ein Derby mit Höhen und Tiefen auf beiden Seiten – und mit dem zweifellos glücklicheren Ende aufseiten der BBA. Anders als im Hinspiel präsentierten sich die Feuervögel diesmal nicht nur zum Beginn des Spiels hellwach, sondern überzeugten bis zu Beginn des Schlussviertels mit gutem Teambasketball, dem die BBA zwischendurch nur wenig entgegenzusetzen hatte. „Wir liefen Phoenix lange Zeit nur hinterher“, brachte es
Coach Tome Zdravevski nach dem Spiel auf den Punkt. Dass zudem die Würfe anfangs nicht fallen wollten, führte zusätzlich zu nervösen Offensivaktionen, die häufig von (erfolglosen) Alleingängen geprägt waren. Und auch von der Freiwurflinie ließen die Gastgeber viele Chancen aus – so etwa im dritten Viertel, als sechs Freiwürfe in Folge nicht verwandelt wurden. Am Ende war es dann aber doch dem wieder aufkeimenden Wurfglück zu verdanken, dass die BBA als Sieger das Feld verlassen konnte: Dreier von Luka Zajic und Finn Philipp brachten das Zdravevski-Team auf die Erfolgsspur. Wobei auch Center Ben Jürgens einen großen Anteil an dem am Ende etwas glücklichen Sieg hatte: Mit 18 Punkten, 16
Rebounds, fünf geblockten Würfen und einer Effizienz von 32 beherrschte der Breckerfelder die Bretter und durfte am Ende umso mehr über den Derby-Sieg jubeln. Für die jetzt anstehende Abstiegsrunde ein wichtiger Erfolg, kann die BBA doch nun vier Siege gegen Phoenix Hagen und die Rostock Seawolves mitnehmen, während beide Spiele gegen den vierte Abstiegsrundenteilnehmer aus der eigenen Hauptrundengruppe
Nord, die Metropol Baskets Ruhr, verloren wurden.
BBA: Zajic (20/3 Dreier), Philipp (16/1), Orthen, Springer (4), Mingaz (7), Pauli (3), Drabek,
Longerich (2), Jürgens (18/2), Ivojevic, Zacharias, Labus (2)

In Hin- und Rückrunde geht es in der neu zusammengestellten Achtergruppe nun noch gegen die Sartorius Juniors (BG Göttingen), die Basketball Löwen Erfurt, die SG Junior Löwen Braunschweig und die Mitteldeutsche Basketball Academy aus Weißenfels. Durch die vier mitgenommenen Siege geht die BBA als Tabellendritter mit acht Punkten ins Rennen, die beiden Letztplatzierten steigen ab und müssten sich für die nächste Saison über die Qualifikation erneut einen Platz in der NBBL erspielen.

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